Monsignore Kenneth Enang

Pionier im Dienst der Frohen Botschaft

msgr_enang.jpgNigeria. Mit „Neuanfang und Aufbau" ließe sich das Lebenswerk von Monsignore Kenneth Enang, 66, überschreiben. Aufgrund seiner Begabungen bekam er bei irischen Missionaren die Chance, eine höhere Schule zu besuchen. Als junger Mann wurde er zum Theologiestudium nach Deutschland geschickt: Dillingen, Münster und Augsburg waren die Universitäten, in denen er Theologie studierte, promovierte und Deutsch lernte.

Als er 1978 nach Nigeria zurückkam, warteten wichtige Aufgaben auf ihn: als Rektor eines Seminars, Entwicklungskoordinator für Gerechtigkeit und Frieden sowie Generalvikar seiner Heimatdiözese Ikot Ekpene im Osten Nigerias. Dann folgte der Ruf in die neu gegründete Hauptstadt Abuja. Kenneth Enang diente als Generalvikar, gründete die Deutsche Gemeinde in Abuja, lehrte als Professor, war auch hier für „Gerechtigkeit und Frieden" verantwortlich.

Was dann folgte, bedeutet für ihn die Krönung seines Lebenswerks. All seine Erfahrungen musste er einbringen, um seit 2002 in Makurdi ein Priesterseminar aufzubauen. Bisher hatte das Seminar ein kümmerliches Dasein gefristet, in Gebäuden, die in Deutschland von Amts wegen sofort geschlossen worden wären. Kenneth Enang ist es gelungen, das Seminar zu einem der größten der Welt weiterzuentwickeln: Bauten wurden errichtet, Professoren ausgebildet, Selbsthilfeprojekte, wie die Einrichtung einer eigenen Bäckerei, verwirklicht. Das Seminar von Makurdi zählt heute mehr als 500 Studenten.

Hier Rektor zu sein, ist für den bescheidenen Priester eine „große Chance, für Frieden und Versöhnung zu wirken": „Der Mangel an Ausbildung in Nigeria ist ein wichtiger Grund für die immer wieder aufflammenden Unruhen", erklärt Enang. „Gut ausgebildete Priester geben ihr Wissen ein Leben lang an unzählige Menschen weiter."

Das Seminar in Makurdi sieht er als einen „Schmelztiegel" der Ethnien: Hier treffen Studenten vieler Völker aufeinander. „Diese Erfahrung prägt", so Kenneth Enang, „diese Priester werden Frieden stiften zwischen den Völkern Nigerias."

Msgr. Kenneth Enang ist im Oktober 2009 zu Gast im „Monat der Weltmission".
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Toni Goertz,
missio Aachen