Urlauberseelsorge
„Damit brachliegende Lebensbereiche wieder atmen können"

Der Priester in der Urlauberseelsorge hat es mit Menschen zu tun, die Erholung suchen und Zeit haben: Sie sind erschöpft, (manchmal) auf der Flucht, sehnen sich nach Entspannung, Zerstreuung, Erlebnissen, sind gut gelaunt, aber nicht immer, meist offen für Neues, anspruchsvoll und haben vielerlei Erwartungen an den Ort, die Gastgeber, die Kirche und sich selbst.

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Wenn das Wetter es erlaubt, findet ein mal in der Woche ein Dünengottesdienst statt.

Urlauberseelsorge kann darauf reagieren durch offene Formen (auch in der Liturgie), durch Angebote für Leib und Seele, durch Ansprechbarkeit und Bereitschaft zum Gespräch über konfessionelle Grenzen hinweg. Wesentlich für den Bereich des Religiösen beim heutigen Menschen ist die Muße - wie Sauerstoff, damit brachliegende Lebensbereiche wieder atmen können. Auch der Seelsorger braucht eine solche Gestimmtheit: in sich ruhend und mitgehend in Freude und Leid bei den persönlichen Gesprächen (s. Mt 11,28).

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Jeden Samstag werden die Urlaubsgäste im Anschluss an die Vorabendmesse zum Singen am Feuer geladen.

In den Urlaubsorten ist jeder Gottesdienst eine Versammlung von Menschen unterschiedlichster Herkunft, religiöser Sozialisationen und manchmal verschiedener Nationalitäten und Sprachen. Dieser besonderen Situation muss die Gestaltung gerecht werden.

Pfarrer Kurt Weigel,
Insel Wangerooge